Sonnige Ostertage und fröhliches Eier suchen

Es eigentlich ein Tag wie jeder andere. Mathes erwachte am Morgen oder bessergesagt er wurde aus seinen süssen Träumen durch ein schrilles klingeln gerissen. „ oh, nein“, dachte Mathes schon wieder aufstehen, „ich mag noch nicht, es doch gerade noch so kuschelig“. Aber es half nichts schon erklang die Stimme seiner Hasenmutter, laut und schrill: „Mathes, aufstehen!!!“

So rollte sich Mathes aus seinem kuscheligen und warmen Bett und trottelte Richtung Bad. Nach dem Gang zum WC und der anschliessenden Hasendusche, versuchte er vergeblich seine zotteligen Ohren zu stylen. Irgendwie half heute nichts, kein Gel, kein Spray, einfach gar nichts. Es war einer dieser typischen Bad-Ohren-Tage.

Nach dem Frühstück mit leckerem Möhrenbrei, machte es sich auf den Weg Richtung Schule und hoppelte langsam und gemächlich seines Weges. Als er plötzlich einen lauten Hasenschrei vernahm, wo kam der her? Mathes schaute sich neugierig um und nach einigem hin und her hoppeln, sah er einen Hasen hinterm Gebüsch liegen, dieser hielt sich seine beiden Hasenohren und winselte und jammerte.

Mathes fragte ganz leise: „was ist denn passiert? Kann ich dir helfen?“ Der Hase antwortete: „ich habe ganz starke Ohrenschmerzen, ich kann es fast nicht aushalten“. Erst jetzt sah Mathes den bunten Korb mit Eiern neben dem Hasen liegen, er fragte sich, was der wohl mit so vielen Eiern vorhat?

Mathes sagte zum Hasen: „ja, das kenne ich, das tut höllisch weh. Ich habe auch schon Ohrenschmerzen gehabt. Meine Löffel waren dann ganz rot und heiss und in meinem Kopf pochte es. Aber das geht wieder vorbei, wenn du willst, dann bringe ich dich zu meiner Hasenmama, sie weiss bestimmt einen Rat.“

Der Hase schluchzte: „aber heute ist doch Ostern und ich muss unbedingt die Eier verstecken, sonst können die grossen Zweibeiner doch keine Eier suchen.“ „Ostern?“ fragte Mathes, „was soll das denn sein und wieso Eier verstecken“.

Da erzählte ihm der Hase, er hiess übrigens Osterhase die Geschichte von Ostern.

„Vor sehr langer Zeit gab es einen Mann, der war so etwas wie ein König. Dieser Mensch ist qualvoll gestorben, er ist aber nicht umsonst gestorben. Nach kurzer Zeit ist er von den Toten auferstanden.“ „Quatsch, sowas gibt es doch gar nicht“ sagte Mathes. „Mein Onkel Hoppel ist auch gestorben und der ist nicht wieder lebendig geworden.“

„Tja, „ sagte der Osterhase, „ich weiss, was du meinst, aber ich glaube diese Geschichte stimmt. Mein Vater und dessen Vater und dessen Vater und dessen Vater und so weiter, alle erzählen die gleiche Geschichte und ich bin nun der Nachfahre, der die Ostertradition fortführe. Und nun habe ich solche Ohrenschmerzen, dass ich gar nicht hoppeln mag, jeder Sprung tut so weh. Ich muss immer wieder anhalten, weil es sooooooo weh tut. Was soll ich nur machen? In all den Jahren gab es das noch nie, alle meine Vorfahren haben immer an Ostern die Eier verteilt. An den Eiern soll es nicht liegen, die habe ich bereits mit meinen Hasenkindern bunt bemalt, aber wer soll sie nur austragen und verstecken. Ich bin der erste Osterhase, der die Tradition bricht.“ Dabei hielt er sich die Ohren und  fing laut an zu schluchzen.

Mathes glaubte nicht an diese komische Geschichte, aber der Osterhase tat ihm auch leid. Es war doch sein Job und nun war er krank. Und es wenn es stimmte, dann waren jetzt ganz viele Zweibeiner unglücklich. Auch wenn Mathes die Zweibeiner nicht besonders mochte, vertrieben sie ihn doch immer wieder, wenn er eine leckere Möhre gefunden hatte. Aber er wollte dem Osterhasen doch helfen.

Mathes sagte: „ich werde die Eier verteilen. Ich hopple ganz schnell in die Schule und hole meine Hasenfreunde, die werden mir sicher helfen. Du gehörst ins Bett, ich werde meine Mutter mit dem Hasenhandy anrufen und sie holt dich ab. Sie ist eine gute Hasenmutter, sie wird dir Ohrenwickel machen und dir einen guten Möhrentee kochen. Dann bist du bald wieder gesund.“

Ostern war somit gerettet.

 

Wenn ihr an diesem Osterfest nun das eine oder andere leicht angeschlagene Ei entdeckt, dann denkt daran, Mathes war bei euch. Er ist noch nicht so geübt, wie der Osterhase. Doch er hat euer Osterfest gerettet.

Ich wünsche allen Zweibeiner schöne Ostertage

Alles liebe eure Heigo

 

Osterbrunnen in St. Gallen

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